Essstörungen bilden ein komplexes psychosomatisches Krankheitsbild.
Kennzeichnend für den oft chronischen Verlauf dieser
Erkrankungen ist, dass sie von Betroffenen, Angehörigen oder
Freunden selten auf Anhieb erkannt werden. Wechselnde Behandlungsmotivation
der Patienten, Hilflosigkeit in der Familie
und Probleme im Übergang vom Jugendlichen- zum Erwachsenenalter
prägen den Behandlungskontext und machen
ein abgestimmtes multiprofessionelles Vorgehen erforderlich.
Flexibilität und enge Kooperation zwischen medizinischen und
psychosozialen Behandlern und die systematische Einbeziehung
der Angehörigen sind daher Eckpunkte einer integrierten Versorgung.
Dieses Symposium stellt ein sektorenübergreifendes Konzept in
der Langzeitbehandlung von Essstörungen vor. Anknüpfend an
Erfahrungen in München, Heidelberg und Ulm präsentiert das
Netzwerk Essstörungen im Ostalbkreis ein fachübergreifendes
Modell zur regionalen Versorgung im städtischen und ländlichen
Raum. Auswärtige Referenten und Mitglieder des Netzwerkes
bieten neben Vorträgen Gelegenheit zur Diskussion, nachmittags
kann die Thematik in Workshops vertieft werden.
Wir freuen uns auf einen regen Austausch mit Ihnen!
Die Mitglieder des Netzwerkes Essstörungen
Schulungszentrum, Ostalb-Klinikum Aalen
10. Juli 2004, 9.00 Uhr
| 9.00 | Grussworte Dr. Hendrischke und B. Weiss Moderation Prof. Dr. J. von Wietersheim |
| 9.30 | Hauptvortrag Prof. Dr. W. Herzog, Univ. Heidelberg Viele Köche verderben den Brei? - Multimodale Kooperation im Behandlungsmanagement bei Anorexiepatientinnen |
| 10.15 | Diskussion |
| 10.30 | Hauptvortrag Veränderung als Prozess. Das Münchner 3 Phasenmodel als strukturierte Behandlung von Patientinnen mit Essstörungen Frau Dr. med. Monika Gerlinghoff, TCE München |
| 11.15 | Diskussion |
| 12.00 | Kurzvorträge zum derzeitigen
Angebot und zur Vernetzung
im Ostalbkreis
|
| 13.00 | Diskussion |
| 14.15 | Workshops und
Arbeitsgruppentreffen
|
Flyer zum Ausdrucken (.pdf): Vorderseite Rückseite
Die Zertifizierung der Veranstaltung ist mit 6 CME-Fortbildungspunkten (4 vormittags und 2 nachmittags) bei der LÄK genehmigt
Bitte melden Sie sich bis zum 2. Juli 2004 an.
Fax 0 73 61-55 18 03
e-mail: von.wachter@ostalb-klinikum.de
Bitte geben Sie dabei den Workshop an den Sie besuchen wollen.
Anmeldeformular (.pdf)(bitte im Tagungssekretariat entrichten)
Wir danken für die finanzielle Unterstützung durch die AOK Ostalb und die AOK Schwäbisch Gemünd sowie die Kreissparkasse.
Im Ostalbkreis hat sich ein Arbeitskreis von Ärzten, Psychologen und Sozialarbeitern zusammen gefunden mit dem Ziel ein Netzwerk Essstörungen auf zubauen. In diesem Arbeitskreis sind Mitarbeiter der Beratungsstellen und verschiedener Kliniken sowie Hausärzte, Nervenärzte, Psychotherapeuten und der Suchtbeauftragte des Ostalb-Kreises vertreten. Ziel ist es bestehende Hilfsangebote für anorexie- und bulimieerkrankte Patientinnen besser aufeinander abzustimmen sowie vorhandene Lücken im Versorgungsangebot angesichts begrenzter Ressourcen zu schliessen. Dabei geht es auch um die abgestufte Verzahnung der Angebote Prävention, Beratung, Diagnostik, Motivation, Psychoedukation, ambulante und stationäre Psychotherapie, Krisenintervention sowie Nachsorge. [mehr...]
Besuche Sie auch die Ausstellung "Is(s) was?!" zum Thema Essstörungen Klinik für Psychosomatik und Psychotherapeutische Medizin am Ostalb-Klinikum Aalen
Im Kälblesrain 1, 73430 Aalen.
Tel. 07361/55-1801